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Vor dem Stadtbrand von 1704 befand sich die Gnadenmadonna in St. Oswald, der Primizkirche unseres Hl. Vaters Benedikt XVI., am letzten südlichen Seitenaltar, dem Bäckeraltar, wo heute ein Maria-Hilf-Gemälde zu sehen ist. 

Zum Alter unserer Gnadenfigur gibt es bisher nur Schätzungen - 16. Jh. bzw. spätes 17. Jh. -, aber keine Fakten. Im 2.Halbband "Denkmäler in Bayern" von Gotthard Kießling und Dorit Reimann (Kunstverlag Josef Fink) steht auf S. 1042 zu lesen (ohne Quellenangabe): "..., am südlichen Seitenaltar ist eine im frühen 18. Jh. entstandene Marienfigur aus St. Oswald aufgestellt."

 

Da das Gnadenbild nach dem ersten Stadtbrand 1704  unversehrt geborgen wurde, muss sie vor 1704 geschaffen worden sein.

Wann die Wallfahrt zu Unserer Lieben Frau von Traunstein begann und endete lässt sich nicht mehr feststellen, aber im Stadtarchiv liest man von einer regen Wallfahrt von bis zu 19.000 Wallfahrern im Jahr, die hierher zur Marienverehrung kamen.

Heute, am 22. August vor 306 Jahren wurde Traunstein in der Nacht auf den 23. August von einem verheerenden Stadtbrand heimgesucht. Danach war die St. Oswaldkirche zerstört, doch die Gnadenmadonna konnte am nächsten Morgen unversehrt aus dem Schutt und der Asche geborgen werden und in die Friedhofskirche verbracht werden, der heutigen St. Georg und Katharinenkirche im Stadtpark.
Sh. dazu den Aufsatz Der Schatz von St. Oswald

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 22. August 2010 um 21:13 Uhr
 

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